Dritter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung zum Thema „Chancen von Frauen und Männern in der digitalen Wirtschaft“

Koalitionsvertrag

Für uns sind die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern […] eine Verpflichtung, die sich durch die gesamte Regierungsarbeit ziehen muss. (KoaV 24/937 ff.)

Gleichstellungspolitische Relevanz

Die Sachverständigenkommission für den Dritten Gleichstellungsbericht wird im Rahmen ihres Gutachtens eine Analyse der Auswirkungen, Chancen und Risiken des digitalen Wandels auf das Erwerbsleben von Frauen und Männern analysieren. Inhaltliche Schwerpunkte des Gutachtens werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf:

  • die Gleichstellung im Erwerbsleben,
  • die Vereinbarkeit (anknüpfend an den Gender Care Gap),
  • geschlechterdifferenzierte Verteilungseffekte von Plattformarbeit,
  • eine geschlechtergerechte Weiterbildung sowie
  • die Unternehmenskultur in Unternehmen der digitalen Wirtschaft und Karrierechancen von Frauen in innovationsschaffenden Unternehmen sein.

Gleichstellungspolitische Wirkung

Die Sachverständigenkommission wird Handlungsempfehlungen geben, um die Digitalisierung gleichstellungspolitisch ausgewogen zu gestalten. 

Überprüfung

Die Empfehlungen der Sachverständigenkommission werden i. R. des Vierten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung in der 20. Legislaturperiode bilanziert werden.
Kenngrößen, anhand derer die gleichstellungspolitische Wirkung bestimmt werden soll, müssen noch entwickelt werden

  • z.B. Frauenanteil in Digitalgremien
  • Kennzahl zur mobilen Arbeit von Frauen und Männern

Umsetzung

Icon: Pfeile mit der Beschriftung "Erledigt"



Der Dritte Gleichstellungsbericht wurde am 9. Juni 2021 vom Bundeskabinett verabschiedet. Er befasst sich mit der Frage, wie die Digitalisierung geschlechtergerecht gestaltet werden kann, um Frauen und Männern gleiche Verwirklichungschancen zu bieten. 

Der Bericht besteht aus dem Gutachten einer unabhängigen Sachverständigenkommission unter Vorsitz von Frau Professorin Aysel Yollu-Tok (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin)) und der Stellungnahme der Bundesregierung hierzu. Das Gutachten umfasst 101 Handlungsempfehlungen, die sich an Bund, Länder, Kommunen und die Zivilgesellschaft richten. Sie sollten im Rahmen der Bundesstiftung Gleichstellung und in der nächsten Gleichstellungsstrategie aufgegriffen werden.