Überprüfung des Arbeitsschutzes in der digitalen Arbeitswelt

Koalitionsvertrag

Auswertung der vorliegenden Studien der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, besonders mit Blick auf psychische Erkrankungen (KoaV 53/2418 ff.)

Gleichstellungspolitische Relevanz

Vor allem in Bereichen, in denen persönlich identifizierbare Freiberufliche oder Selbstständige im Netz tätig sind, wie etwa dem Online-Journalismus, ergeben sich neue Anforderungen an den Arbeitsschutz für deren Arbeitgeber und Auftraggeber. Besondere Herausforderungen sind dabei durch die Digitalisierung bedingte neue Gewalt-Phänomene. Dabei sind insbesondere Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Geschlechtsidentität oder ihrer sexuellen Orientierung von Gewalt, Drohungen, Stalking, Mobbing und Cybersexismus im Netz betroffen. 

Ein weiterer Aspekt ist die Gefahr der Entgrenzung aufgrund moderner Arbeitsformen. Bisher übernehmen ganz überwiegend Frauen die Verantwortung dafür, Erwerbstätigkeit und Familienaufgaben miteinander zu vereinbaren. Der Anspruch, beiden Aufgaben gerecht zu werden, kann bei modernen Arbeitsformen dazu führen, dass Zeiten, die bislang der Erholung dienten, für den Beruf aufgewendet werden. 

Gleichstellungspolitische Wirkung

Es wird sichergestellt, dass der Arbeitsschutz von Beschäftigten auch in der digitalen Arbeitswelt besteht. Menschen, die aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Geschlechtsidentität oder ihrer sexuellen Orientierung von Gewalt, Drohungen, Stalking, Mobbing und Cybersexismus im Netz besonders betroffen sind, werden vor langfristigen gesundheitlichen und psychischen Schäden geschützt. Es gibt ausreichend Instrumente für diesen Schutz.

Überprüfung

Die Daten zum Ausmaß von Gewalt und Sexismus im Netz und zu deren konkreten geschlechtsbezogenen Auswirkungen müssen verbessert werden. (ZwGB 220)