Berücksichtigung von Gleichstellungsstandards bei der Gewährung von öffentlichen Fördermitteln im Kulturbereich

Koalitionsvertrag

Wir beziehen bei Stipendienvergaben und Förderentscheidungen auch das Prinzip der Geschlechtergerechtigkeit ein. (KoaV 7796 f.)

Gleichstellungspolitische Relevanz

Künstlerinnen profitieren im Vergleich zu männlichen Berufskollegen nach wie vor in geringerem Maße von der öffentlichen Kultur-förderung. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sieht hier in einer paritätischen Besetzung von Jurys und sonstigen fachlichen Gremien, die Förderentscheidungen oder -empfehlungen treffen, einen geeigneten Hebel. Beispiele hierfür sind die Jurys der kulturellen Filmförderung der BKM sowie das Filmförderungsgesetz (FFG), das u.a. die paritätische Besetzung der Förderkommissionen vorsieht.

Zudem wird bei der Besetzung von Spitzenpositionen in Kultur und Medien, an denen die BKM aktiv beteiligt ist, konsequent darauf geachtet, geeignete Kandidatinnen einzubeziehen. Daraus resultiert, dass insgesamt bei Besetzungen mit BKM-Beteiligung Männer und Frauen gleichermaßen zum Zuge kommen.
 

Gleichstellungspolitische Wirkung

Eine stärkere Beteiligung von Frauen an Förderentscheidungen führt perspektivisch zu einer stärkeren Teilhabe von Künstlerinnen an der öffentlichen Kulturförderung.

Überprüfung

Der Frauenanteil in Jurys und sonstigen fachlichen Gremien der BKM wird regelmäßig erhoben.