Rahmenverträge zwischen dem Auswärtigen Amt und Mittlerorganisationen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

Koalitionsvertrag

Über die Rahmenverträge und Zielvereinbarungen mit den deutschen Mittlerorganisationen werden die Vorgaben des BGleiG in der jeweils geltenden Fassung in deren Arbeitsweisen und Zielsetzungen eingebracht. Analog zu den Vorgaben des Koalitionsvertrages für Beschäftigung im Öffentlichen Dienst werden somit gleichstellungsrelevante Vorgaben im Handeln der Mittlerorganisationen verankert (KoalV S. 24 / 953 ff.).

Gleichstellungspolitische Relevanz

Wir wollen dazu beitragen, dass Frauen eine noch präsentere und wichtigere Rolle in der Entwicklung und Umsetzung der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik spielen und sie dadurch ermutigen, ihre Geschichten zu erzählen, an der eigenen Bildungsbiographie zu arbeiten und ihren Platz im öffentlichen Raum einzufordern.

Gleichstellungspolitische Wirkung

Das IfA hat in § 6 des Rahmenvertrages 2014 die Festlegung der entsprechenden Anwendung des BGleiG in der jeweils geltenden Fassung beschlossen. Das Goethe-Institut bekennt sich in seinen Zielvereinbarungen 2019-2022 zur Gleichstellung von Frauen und Männern und bemüht sich um ausgewogene Geschlechterverhältnisse, einschließlich in Führungspositionen und Gremien. Der DAAD und die Alexander von Humboldt-Stiftung haben sich in ihren Zielvereinbarungen mit dem AA verpflichtet, eine Teilnahme von mindestens 30 Prozent Frauen (Rednerinnen und Teilnehmerinnen) bei vom AA finanzierten Konferenzen und Veranstaltungen anzustreben. Die erfolgreiche Umsetzung von Chancengerechtigkeit in der Förderung des DAAD zeigt sich daran, dass der Frauenanteil aller Geförderten des DAAD bei 51 % liegt. Auch die Alexander von Humboldt-Stiftung hat familienunterstützende Leistungen ausgebaut. Um ihren Anteil an den Stipendiaten - ca. 30 % - und an den Preisträgern - ca. 15 % - zu steigern, plant die AvH im Rahmen ihrer neuen Gender-Strategie eine Studie, die die Entwicklung konkreter Unterstützungsmaßnahmen zum Ziel hat.

Überprüfung

Alle vier Jahre erfolgt die Vorlage eines Erfahrungsberichts über die Arbeitssituation von Frauen und Männern im Vergleich in den verschiedenen Mittlerorganisationen.