Teilzeittätigkeit in Führungspositionen des öffentlichen Dienstes stärker als bisher ermöglichen

Koalitionsvertrag

Gleichzeitig werden wir die Teilzeittätigkeit in Führungspositionen stärker als bisher ermöglichen. (KoaV 24/961 f.)

Gleichstellungspolitische Relevanz

Führen in Teilzeit ist im öffentlichen Dienst noch die Ausnahme. Dabei besteht vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben auch bei Führungskräften bzw. künftigen Führungskräften der Wunsch nach flexibleren Arbeitsmodellen. Durch das Angebot von Führen in Teilzeit kann das Potenzial der überwiegend weiblichen Teilzeitbeschäftigten besser genutzt und der Bedarf an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften besser gedeckt werden. 

Gleichstellungspolitische Wirkung

Führen in Teilzeit kann ein Weg sein, auch in Lebensphasen der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen verantwortungsvolle Positionen zu übernehmen. Das verstärkte Angebot, in Stellenausschreibungen Führungspositionen in Teilzeit - gegebenenfalls im Job-Sharing-Modell - auszuüben, kann zu einem Abbau der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen des öffentlichen Dienstes beitragen. 

Überprüfung

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht jährlich im Auftrag des BMFSFJ den Gleichstellungsindex für die obersten Bundesbehörden, der u.a. Auskunft über den Anteil der weiblichen Teilzeitführungskräfte in den obersten Bundesbehörden gibt. Außerdem erstellt das Statistische Bundesamt alle zwei Jahre eine interne Statistik über die Frauen- und Männeranteile an Leitungsfunktionen in Voll- und Teilzeitbeschäftigung in den Dienststellen des Bundes im Sinne des BGleiG und leitet ihnen diese zu.