Verzerrungspotentiale im Beurteilungswesen abbauen

Koalitionsvertrag

Nicht vollumfänglich, jedoch:

Bei der Feststellung von Kompetenzen im Rahmen dienstlicher Beurteilungen sind Erfahrungen und Fähigkeiten aus Erziehung und Pflege zu berücksichtigen (KoaV 24/962 ff.) 

Gleichstellungspolitische Relevanz

Geschlechterstereotype werden von Führungskräften, Vorgesetzten und Personalverantwortlichen (oftmals unbewusst) vorgelebt und wirken sich beispielsweise auf die Wahrnehmung von Leistungen der Mitarbeitenden aus. Dies könnte wiederum Konsequenzen für deren berufliche Entwicklung haben. Zudem können Teilzeitarbeit bzw. mobiles Arbeiten, Eltern- und Pflegezeiten, die mehrheitlich von Frauen wahrgenommen werden, oftmals noch auf Vorbehalte aufgrund stereotyper Rollenbilder stoßen, die in die Leistungsbeurteilungen und Karriereförderung negativ miteinfließen können (vgl. ZwGB 131 f.).

Da in einer dienstlichen Beurteilung dienstliche Leistung und Befähigung beurteilt werden müssen, dürfen Benachteiligungen auf Grund der Inanspruchnahme von Vereinbarkeitsangeboten nicht erfolgen. 

Gleichstellungspolitische Wirkung

Diskriminierungsfreie und geschlechtergerechte Beurteilung mit der Folge, dass tatsächliche Eignung, Befähigung und fachliche Leistung und nicht stereotype Rollenbilder auf Grund eines Geschlechts oder andere sachfremde Kriterien in die Beurteilung einfließen. Durch faire Beurteilungen können zudem Geschlechterstereotype aufgebrochen werden.