Erwerbstätige Eltern, Alleinerziehende, ältere Menschen und pflegende Angehörige unter bestimmten Voraussetzungen finanziell bei der Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen unterstützen

Koalitionsvertrag

Wir verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von erwerbstätigen Eltern, Alleinerziehenden, älteren Menschen und pflegenden Angehörigen durch Zuschüsse für die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen. Gleichzeitig fördern wir damit legale, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, insbesondere von Frauen. (KoaV 25/1012 ff.)

Gleichstellungspolitische Relevanz

Haushaltsnahe Dienstleistungen werden oft in illegaler Beschäftigung bzw. in legaler prekärer Beschäftigung erbracht. Den zum größten Teil weiblichen Arbeitskräften fehlt damit eine soziale Absicherung. Erwerbstätige Eltern sehen sich finanziellen, bürokratischen und organisatorischen Hürden gegenüber, haushaltsnahe Dienstleistungen zu ihrer Entlastung in Anspruch zu nehmen. Ein Großteil der unbezahlten Haus-, Pflege- und Betreuungsarbeit wird von Frauen erbracht.  

Gleichstellungspolitische Wirkung

Das BMFSFJ prüft daher derzeit Möglichkeiten, erwerbstätige Eltern, Alleinerziehende, ältere Menschen und pflegende Angehörige unter bestimmten Voraussetzungen finanziell bei der Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen zu unterstützen. Dabei soll die Unterstützung nur bei zertifizierten Dienstleistungsagenturen in Anspruch genommen werden können, die ihr Personal sozialversicherungspflichtig beschäftigen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird durch o.g. finanzielle Unterstützung verbessert. 

Überprüfung

Das Modell soll wissenschaftlich entwickelt und begleitet werden (ZwGB 173) und zunächst kontrolliert für im KoaV genannte Zielgruppen verbunden mit flankierenden Maßnahmen auf der Angebotsseite eingeführt werden.