Weiterentwicklung Elterngeld

Koalitionsvertrag

Wir wollen Familien in ihrem Anliegen unterstützen, mehr Zeit füreinander zu haben und die Partnerschaftlichkeit zu stärken. (KoaV 41/1816)

Gleichstellungspolitische Relevanz

Das Elterngeld war und ist ein wichtiger Baustein zur Beförderung einer egalitären Aufteilung der Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen Müttern und Vätern. Nicht übertragbare, jedoch mit einer substantiellen Einkommensersatzleistung ausgestattete Elternzeit- bzw. Elterngeldmonate setzen hohe Anreize, diese Leistung auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen. Mit der Einführung von ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus bietet das Elterngeld in seiner Gestaltungsmöglichkeit eine noch größere Flexibilität. Das war ein weiterer wichtiger Schritt zu mehr Partnerschaftlichkeit bei Familie und Beruf. Für Eltern erfüllt sich durch diese Leistungen der Wunsch nach Zeit mit Kindern und Zeit für den Beruf – und auch danach, sich die Betreuung des Kindes gleichmäßig aufzuteilen. Dieses Modell wollen wir noch attraktiver machen. 

Gleichstellungspolitische Wirkung

Das Elterngeld hat sich seit seiner Einführung 2007 als Katalysator für einen gesellschaftlichen Wandel in Richtung partnerschaftlicher Familienmodelle erwiesen. Daran anknüpfend, erscheint es auch in gleichstellungspolitischer Hinsicht folgerichtig, die im Elterngeld enthaltenen partnerschaftlichen Komponenten stärker zu betonen und attraktiver zu gestalten. Frauen werden in ihrem Wunsch nach beruflicher Verwirklichung unterstützt, Männer werden in ihrer Rolle innerhalb der Familie gestärkt und ihre Teilhabe an Sorgearbeit erhöht. 

Überprüfung

Regelmäßige Beobachtung der Ausschöpfungsquote von Müttern und Vätern sowie der Dauer des Bezugs.