Förderung von Quereinstiegen analog zum Modellprojekt „Quereinstieg – Mehr Frauen und Männer in Kitas“ (zur Aufwertung sozialer Berufe)

Koalitionsvertrag

„Deshalb sollen […] auch weitere Formen der berufsbegleitenden oder praxisintegrierten Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern gefördert werden.“ (KoaV 746 ff.).

„Wir wollen die Aus- und Weiterbildung in Sozial- und Pflegeberufen attraktiver machen […]. Deshalb werden wir auch hier finanzielle Ausbildungshürden abbauen und Ausbildungsvergütungen anstreben.“ (KoaV 1276 ff.)

Gleichstellungspolitische Relevanz

Fachkraft in Kitas ist mit einem Männeranteil von 6 % einer der am stärksten frauendominierten Berufe Deutschlands, den es für Männer zu öffnen gilt. 

Gleichstellungspolitische Wirkung

Mit den ESF-Programmen „MEHR Männer in Kitas“ und „Quereinstieg – Männer und Frauen in Kitas“ hat der Bund einen wichtigen Impuls gegeben, das Arbeitsfeld Kita für Männer attraktiver zu machen. Männer entscheiden sich sehr häufig erst später im Leben für diesen Beruf (oft nach geschlechterstereotyper erster Berufswahl). Deshalb ist es für die Gleichstellung notwendig, erwachsenengerechte Ausbildungsformen (d. h. Beschränkung der Dauer auf das Nötige, Vergütung, Praxisintegrierung, Berücksichtigung der Lebensphasen und -umstände der Lernenden) einzuführen. Nur so kann es gelingen, die Zahl männlicher Fachkräfte in Kitas zu steigern und diesen Beruf mehr und mehr „neutral“ werden zu lassen, weil Frauen und Männer selbstverständlich beide vertreten sind.

Wird darüber hinaus die Ausbildung geschlechtersensibel ausgestaltet, werden Gleichstellungsaspekte auch zunehmend sowohl in die Arbeit mit den Kindern als auch in die innerhalb der Teams aufgenommen und damit durchgängig zum Thema gemacht. Damit werden schon im frühen Kindesalter Geschlechterstereotype in Frage gestellt, die Fachkräfte für dieses Thema sensibilisiert und langfristig zum Aufbrechen tradierter Geschlechterrollen und zu einer Berufswahl frei von Geschlechterklischees beigetragen – gemeinsam mit der Initiative Klischeefrei, dem Girls’Day und dem Boys’Day.

Zudem leisten diese Veränderungen einen Beitrag zur Aufwertung sozialer Berufe.

Überprüfung

Daten zu Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen des Stat. Bundesamtes.