Konzertierte Aktion Pflege (KAP) zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Stärkung der Attraktivität der Pflegeberufe

Koalitionsvertrag

Wir wollen in einer „Konzertierten Aktion Pflege“ eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Situation in der Altenpflege erreichen. (KoaV 96/4450 ff.)

Gleichstellungspolitische Relevanz

Bei beruflich Pflegenden handelt es sich mehrheitlich um Frauen. Zu den Maßnahmen der KAP zählen u. a. der Einsatz für faire Löhne, die Ausbildungsoffensive Pflege, die Verbesserung der Personalausstattung in Pflegeeinrichtungen, die Aufwertung des Berufsbilds und die Verbesserung von Aufstiegsmöglichkeiten durch einen Strategieprozess, Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, für verlässlichere Dienstpläne, für Gewaltprävention im Pflegealltag und Unterstützung beim Umgang mit Gewalterfahrungen und für die Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements und des gesetzlichen Arbeitsschutzes.

Gleichstellungspolitische Wirkung

Die Maßnahmen der KAP sollen dazu beitragen, Menschen im Pflegeberuf zu halten, zu einer Rückkehr in den Beruf oder zu einer Ausbildung in der Pflege zu motivieren. Den überwiegend weiblichen Beschäftigten wird dabei eine stabile Erwerbs- und Aufstiegsperspektive eröffnet und der Pflegeberuf allgemein attraktiver und gesundheitsförderlicher gestaltet. Durch die Förderung konkreter Maßnahmen wird zu einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf beigetragen, damit es Pflegekräften zukünftig leichter fällt, die Anforderungen ihres Berufes mit familiären Pflichten wie der Kinderbetreuung oder der Pflege Angehöriger Zuhause in Einklang zu bringen.

Überprüfung

Die Ressorts koordinieren das Monitoring der in ihrer Zuständigkeit liegenden KAP-Maßnahmen stetig. Ein erster Bericht zum Stand der Umsetzung wird im Jahr 2020 veröffentlicht.