„Starke-Familien-Gesetz“ (umgesetzt)

Koalitionsvertrag

Wir werden ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Kinderarmut schnüren: Dazu wollen wir zur Entlastung einkommensschwacher Familien, insbesondere auch Alleinerziehender und kinderreicher Familien, den Kinderzuschlag erhöhen. (KoaV 19/701 ff.)

Gleichstellungspolitische Relevanz

Kinder sind am besten vor Armut geschützt, wenn beide Eltern erwerbstätig sind. Der Kinderzuschlag reduziert Armutsrisiken nachweislich am effizientesten (Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Leistungen, BMF und BMFSFJ 2014). Die negativen Arbeitsanreize für Zweitverdiener, die überwiegend Mütter betreffen, konnten mit dem Ausbau des Kinderzuschlags minimiert werden.

Gleichstellungspolitische Wirkung

Der Kinderzuschlag wurde auf bis zu 185 Euro monatlich pro Kind erhöht und die Beantragung deutlich vereinfacht. Durch eine bessere Abstimmung mit dem Unterhaltsvorschuss und Unterhalt wurde er für Alleinerziehende geöffnet. 

Mit dem reformierten Kinderzuschlag wurden auch durchgehende Erwerbsanreize – insbesondere für Mütter – gesetzt. Arbeit lohnt sich für Familien nun mehr, zusätzliches Einkommen zahlt sich aus.

Überprüfung

Eine Evaluation des neu gestalteten Kinderzuschlags ist gesetzlich vorgeschrieben.