Stärkung der Berufsorientierung, Jugendarbeitsagenturen

Koalitionsvertrag

Stärkung der Berufsorientierung im Zusammenwirken von Bund und Ländern an allen allgemeinbildenden Schulen der Sekundarstufe und an allen Gymnasien; Ausbau der Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit den Ländern durch qualitativ hochwertige Angebote und Verankerung in gemeinsamen Vereinbarungen mit den Ländern; Ausweitung der Arbeit der Jugendberufsagenturen (KoaV 30/1243 ff.)

Gleichstellungspolitische Relevanz

Der Übergang von der Schule in den Beruf ist ein entscheidender Schritt im Leben eines jeden Menschen. Eine gute berufliche Qualifizierung ist eine zentrale Voraussetzung für einen gelingenden Start in ein erfolgreiches Berufsleben. Dabei ist es wichtig, Orientierung zu bieten und eine fundierte Basis - u.a. auch frei von Geschlechterklischees - für die Berufswahl und -qualifizierung zu schaffen, um nachhaltige Integration und Teilhabe zu ermöglichen. Verschiedene Modelle und Maßnahmen sollen dabei helfen, junge Menschen in dieser Lebensphase zu begleiten und zu unterstützen.

Gleichstellungspolitische Wirkung

Auf regionaler Ebene wird die flächendeckende Einführung von Jugendberufsagenturen angestrebt. Der Begriff „Jugendberufsagentur“ (JBA) steht als Sammelbegriff für regional unterschiedliche Modelle der Kooperation. In ihr arbeiten die Sozialleistungsträger aus den Rechtskreisen SGB II, SGB III und SGB VIII sowie teilweise auch die Schulverwaltungen gemeinsam an dem Ziel, alle jungen Menschen bei ihrem Übergang von der Schule in den Beruf begleiten und unterstützen zu können. Dabei wird auch darauf geachtet, den jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, einen Beruf zu finden, der zu ihren Stärken, Interessen und ihrer Lebensplanung passt.